Conchotomie


Hierbei handelt es sich um die operative Verkleinerung der unteren Nasenmuscheln.

Wir Menschen haben an der seitlichen Nasenwand jeweils drei Nasenmuscheln wobei die unteren Nasenmuscheln die größten sind. Sie können sich aufgrund eines Schwellkörpers bei Allergien oder bei einem akuten oder chronischen Infekt deutlich vergrößern. Die unteren Muscheln verlegen dann dauerhaft die Nase und behindern somit die Nasenatmung und die Belüftung der Nasennebenhöhlen.

Die Folge können chronische Infekte der Rachenschleimhaut, der Nasennebenhöhlen und auch der Bronchien sein.

Die Muscheln bestehen aus einem kleinen Knochen der wie oben erwähnt von einem Schwellkörper umgeben ist. Darüber findet sich die Schleimhaut. Die Schleimhaut erfüllt mit der Grobreinigung, Anfeuchtung und Temperaturregelung der Atemluft äußerst wichtige Funktionen.

Im Vordergrund der Therapie steht zunächst durch konservative Therapie die o.g. Ursachen für die Schwellungen zu beseitigen. Gelingt dies nicht sollten die Muscheln, unter Schonung der Schleimhaut, verkleinert werden.

Prinzip der Operation ist unter weiterhin intakter Schleimhaut eine Vernarbungszone im Schwellkörper zu schaffen um die Muschel an einer Ausdehnung zu hindern. Größtes Problem dabei ist die sehr gute Durchblutung der Muscheln. Deshalb bevorzugen wir die Anwendung des Dioden – Lasers
( Laser-Conchotomie ), denn damit kann die Blutung sowohl während der Operation als auch die Nachblutungsgefahr nach der Operation minimiert werden.

Das Ergebnis der Operation kann vor der Operation durch sorgfältiges Abschwellen der Muscheln simuliert werden. Gelegentlich ist danach die Nasenatmung noch immer nicht ausreichend. In der Regel ist die Ursache eine zusätzlich vorhandene Nasenscheidewandverkrümmung (Septumdeviation). Dann ist eine alleinige Conchotomie nicht erfolgversprechend und muss mit einer Nasenscheidewandbegradigung kombiniert werden. In seltenen Fällen kann selbst dies nicht ausreichend sein und auch die äußere Nase muss korrigiert werde.

Eine Laser-Conchotomie ist in örtlicher Betäubung möglich und schmerzfrei durchführbar. Bei Wunsch kann sie auch im Rahmen einer kurzen Vollnarkose durchgeführt werde. Es handelt sich um eine ambulante Operation. Auf das Einbringen von Tamponaden können wir aufgrund der Operationstechnik verzichten. Es bestehen außer gelegentlichen, leichten Nachblutungen nahezu keine Komplikationsmöglichkeiten. In manchen Fällen muss die Operation nach einigen Jahren wiederholt werden.

Siehe auch: Septumplastik, Funktionelle Septorhinoplastik

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