Rhinoplastik


Die Nase ist ein wesentlicher Bestandteil des menschlichen Gesichtes und ist damit ein unverwechselbares Kennzeichen des einzelnen Menschen. Bei entsprechend großer Formveränderung kann die Nase das Gesicht und damit das Aussehen insgesamt deutlich negativ beeinflussen. Umgekehrt kann das Beheben einer solchen Veränderung zu einem deutlich besseren Aussehen führen. Damit ist die Nase ein Objekt besonderen Interesses, sowohl desjenigen, um dessen Nase es sich handelt, als auch für das soziale Umfeld. Ein kleines Indiz welch übergeordnete Bedeutung die Nase über ihre eigentlichen Funktionen hinaus alleine im deutschen Sprachbereich hat, zeigt beispielsweise die Vielzahl von Redewendungen die die Nase um Inhalt haben.

Formveränderungen können angeboren sein, sich während der Wachstumsphase ausbilden (z.B. Spannungsnase), durch natürliche Alterungsprozesse entstehen (Altersnase) aber auch die Folge von Unfällen und Verletzungen sein.

Diese Veränderungen können sowohl zu einer Beeinträchtigung der Atmung, des Riechens und des Schmeckens als auch zu einer schweren Minderung des Selbstwertgefühles mit dem Gefühl der Stigmatisierung und damit zum Zurückzug in das Private, sozialer Isolation und Depression führen.

Als vorderster Teil des Gesichts ist die Nase naturgemäß bei Unfällen mit Kopfbeteiligung besonders gefährdet. Auch wurde und wird in antidemokratischen und totalitären Gesellschaften die Verletzung oder Amputation der Nase als rigorose Strafmaßnahme eingesetzt. Über den Wunsch nach Rekonstruktion der gesamten Nase hat sich letztlich die Rhinoplastik entwickelt. Die Entwicklung erfolgte dokumentiert über Ägypten ca. 3000 vor Christus und Indien ca. 400 v. Ch. (Sushruta) sowie über Italien im 15 Jahrhundert (Tagliacozzi) bis in die heutige Zeit hinein.

Mit der Entwicklung des endonasalen Zuganges und der Betonung der Wichtigkeit der Rekonstruktion der knöchernen und knorpeligen Stützstrukturen der Nase, gilt Jaques Joseph (1865-1934) als Begründer der modernen Rhinoplastik.

Man unterscheidet heute die Rhinoplastik bei der nur die äußere Form verändert wird von der Septorhinoplastik bei der auch die verbogene Nasenscheidewand operiert wird. Wird durch die zusätzliche Nasenscheidewandoperation die Nasenatmung verbessert spricht man von einer funktionellen Septorhinoplastik. Weil die Nasenscheidewand jedoch einen deutlichen Einfluss auf die äußere Nasenform haben kann ist auch bei einer rein kosmetischen Operation häufig von einer Septorhinoplastik zu sprechen. Auch beim Vorliegen einer chronischen Sinusitis kann die Durchführung einer Rhinoplastik erforderlich sei. Dies gilt insbesondere beim Vorliegen einer Schiefnase. Ohne eine Beseitigung der Achsabweichung der Nase wird es nicht gelingen in der Nase eine ausreichende Belüftung der Nebenhöhlen zu gewährleisten.

In Fällen einer behinderten Nasenatmung oder dem Vorliegen einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung kann also eine Optimierung der äußeren Nasenform mit einer funktionellen Nasen –oder Nasenebenhöhlenoperation kombiniert werden. Moderne Operationstechniken machen diese Kombination möglich, sodass letztlich auch eine deutliche Kostenreduktion der Operation möglich ist.

Eine Besonderheit stellt die Altersnase dar. Durch altersbedingten Verlust an Spannkraft der stützenden Nasenknorpel und Verlust an Stabilität der bindegewebigen Verbindungen zwischen den Knorpeln kommt es zum Absinken der Nasenspitze und zur Insuffizienz der sogenannten inneren und äußeren Nasenklappen. Diese Strukturen sind sehr wichtig für das Offenhalten der Nase bei der Einatmung. Auch in diesem Falle ist eine funktionelle Septorhinoplastik indiziert. (siehe auch Gieringer et al : Die Altersnase aus rhinochirurgischer Sicht , HNO Kompakt 2011; 19(3): 157-165)

Heutzutage steht eine Vielzahl bewährter Techniken zur Durchführung einer Rhinoplastik zur Verfügung. Man unterscheidet den endonasalen Zugang, bei dem kein äußerer Schnitt zu sehen ist, von der offenen Technik bei der ein kleiner Schnitt in die schmalste Stelle des Nasensteges erforderlich ist. Bei Abtragung eines Höckers oder sonstiger Veränderungen im Bereich des knöchernen Teiles der Nase genügt zumeist ein endonasaler Zugang. Für Eingriffe an der Nasenspitze und den Nasenklappen ist wegen der besseren Übersicht die offene Technik vorzuziehen.

Manchmal ist es erforderlich die knorpeligen Strukturen zu stärken oder die äußere Form der Nase aufzubauen, wie z.B. bei einer Sattelnase. Dann wird in aller Regel Knorpel der Nasenscheidewand oder aus dem Bereich der Ohrmuschel verwendet.

Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass die Operation Komplikationsmöglichkeiten aufweist. Da die Nase aus vielen unterschiedlichen Gewebearten besteht, die nach einer Rhinoplastik wieder zusammenfinden müssen, dauert die Wundheilung sehr lange, nämlich insgesamt ein Jahr. Die Wundheilung ist dabei sehr störanfällig. Störungen entstehen beispielsweise dadurch, dass die mimische Muskulatur zum Teil an der Nase ansetzt. Auch Minitraumata führen ebenso wie Infektionen leicht zu einer Verzögerung der Wundheilung und damit zu einer Beeinträchtigung des ästhetischen Resultates nach einem Jahr. Untersuchungen sprechen deutschlandweit von einer Rate an nicht gewünschten Formveränderungen zwischen 15 und 40 %. Zumeist sind diese Formveränderungen gering ausgeprägt und bedürfen keiner weiteren Operation. Dennoch kann eine Zweitoperation erforderlich werden. In diesen Fällen entspricht das Ausmaß der Operation jedoch zumeist nicht dem der Erstoperation. Dennoch gibt es Fälle in denen die Zweitoperation deutlich umfangreicher als die Erstoperation ist und eine große Herausforderung darstellt. Die meisten solcher Veränderungen entstehen nach der Operation ausgeprägter Schiefnasen, die bereits in der frühen Kindheit entstanden sind und der Mensch dann mit dieser Nase groß geworden ist. Zugkräfte können erneut zu einer Achsabweichung der Nase führen.

Aufgrund meiner langen Erfahrung im Bereich der Rhinoplastik bin ich in der Lage, je nach vorliegendem Problem, sicher zwischen den zur Verfügung stehenden Techniken zu wählen, danach die Operation sicher auszuführen und dadurch die Komplikationsrate gering zu halten.

Mein oberstes Ziel ist es, Ihnen die Nase zu geben, die Sie sich wünschen. Das Ziel ist stets ein individuelles und natürliches Resultat. Außerdem möchte ich Ihnen die Operation so angenehm wie möglich gestalten. Aus diesem Grund führe ich die Operation prinzipiell in Vollnarkose und wenn möglich, und von Ihnen gewünscht, ambulant durch. Zudem verzichte ich zumeist auf das Tamponieren der Nase nach der Operation, sodass Sie auch unmittelbar nach der Operation durch die Nase atmen können.

Wenn Sie sich für eine Rhinoplastik interessieren, würde ich mich freuen, wenn Sie sich mit mir für ein unverbindliches Beratungsgespräch in Verbindung setzten.

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