Nasennebenhöhlen

Die Nasennebenhöhlen sind luftgefüllte Kammern im Schädelknochen. Diese Höhlen sind mit Schleimhaut überzogen und über schmale Wege mit dem Naseninneren verbunden.

Man unterscheidet die Kieferhöhlen, die Siebbeinzellen, die Stirnhöhlen und die Keilbeinhöhlen.

Nebenhöhlenentzündungen

Dass der Mensch überhaupt Nebenhöhlen hat, merkt man meist erst, wenn sie entzündet sind. Wer unter einer akuten Nebenhöhlenentzündung ( akuten Sinusitis ) leidet, kämpft meist mit Schmerzen im Bereich von Stirn und Oberkiefer, einer verstopften Nase und einem allgemeinen Krankheitsgefühl mit leichtem Fieber. Begleitend ist auch eine Mittelohrentzündung möglich. Hält die Nebenhöhlenentzündung länger an oder kommt es zu mehr als vier Episoden pro Jahr ohne symptomfreie Intervalle dazwischen, spricht man von einer chronischen Sinusitis. Der Betroffene ist niemals vollständig beschwerdefrei.


Therapie

Die akute Sinusitis wird zumeist durch Viren im Rahmen einer Erkältung ausgelöst. Wichtigste therapeutische Maßnahme ist die Nase durch entsprechende Tropfen oder Sprays freizubekommen und damit auch die Zugänge zu den Nebenhöhlen abzuschwellen. Kommt es nach einigen Tagen nicht zu einer Verbesserung oder zu einer deutlichen Verschlechterung muss an eine bakterielle Besiedelung der Nebenhöhlen gedacht werden. Dann kann ein Antibiotikum sinnvoll sein.

Die chronische Sinusitis wird ebenfalls zunächst konservativ behandelt. Hierzu eignet sich am besten die Kombination aus medikamentöser und physikalischer Therapie. Wenn diese Therapie keinen nachhaltigen Erfolg hat, kommen minimal-invasive und operative Maßnahmen infrage. Eine Sonderform einer chronischen Sinusitis ist die chronisch polypöse Sinusitis. Es gibt hierbei Hinweise auf gestörte Stoffwechselprozesse als Ursache. Dabei kommt es zu Polypen, d.h. zu Schleimhautzapfen, die die Nase vollständig verlegen können.

In jedem Fall liegt bei einer chronischen Sinusitis eine anhaltende Verlegung bzw. Verengung der Zugänge in die Nebenhöhlen vor, die eine Ausheilung der Erkrankung verhindert. Unter Umständen ist dann wie oben erwähnt, eine Operation unumgänglich um eine Ausheilung zu erreichen.

Röntgenschichtaufnahmen der Nebenhöhlen sind hierbei zur Operationsplanung unerlässlich um festzustellen welche Nebenhöhlen betroffen sind und um die Engstellen zu identifizieren, die erweitert werden müssen.

Nicht nur wegen der geringen Strahlenbelastung ist eine digitale Volumentomographie ( DVT ) einer Computertomographie ( CT ) vorzuziehen. Manchmal geht eine chronische Nebenhöhlenentzündung von Zahnwurzeln aus ( dentogene Sinusitis ). Bei einer DVT können auch bei vorbehandelten Zähnen, die Zahnwurzeln exakt dargestellt werden. Damit können Nebenhöhlenentzündungen, die von der Nase ausgehen exakt von solchen Nebenhöhlenentzündungen unterschieden werden, die von den Zähnen ausgehen. Die DVT Aufnahmen dienen dann als Behandlungsgrundlage für Ihren Zahnarzt.

Bei der Nasennebenhöhlenoperation werden kleine Knochensepten, die den freien Zugang zu den Nebenhöhlen verlegen ebenso wie entzündete Schleimhaut entfernt. Ziel ist es, die Ausführungsgänge des Nasennebenhöhlensystems zu vergrößern, damit Sekret besser ablaufen kann. Gesunde Schleimhaut bleibt in den Höhlen zurück und bildet die Grundlage für die Regeneration.

Wenn die Nasenatmung wiederhergestellt ist und die Zugänge zu den Nebenhöhlen wieder frei sind ist es entscheidend diesen Zustand aufrechtzuerhalten. Dies gelingt durch die regelmäßige, endoskopische Kontrolle der Ausführungsgänge der Nebenhöhlen. Medikamentös kann dann gezielt einer erneuten Verlegung entgegengewirkt werden.


Siehe auch Nasennebenhöhlenoperation

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