Mittelohr

Im Mittelohr befinden sich in der Paukenhöhle die drei Gehörknöchelchen, die den Schalldruck vom Trommelfell auf das Innenohr übertragen. Die Paukenhöhle ist über die Eustachische Röhre mit dem Nasenrachenraum verbunden.

Die wesentlichen Erkrankungen sind der Paukenerguss und die akute Mittelohrentzündung (Otitis media acuta) und die zwei Formen der chronischen Mittelohrentzündung.

Unter einem Paukenerguss versteht man eine Flüssigkeitsansammlung im Mittelohr. Ursache ist ein nicht genügender Druckausgleich zwischen Mittelohr und Nasenrachenraum. Im Kindesalter sind zumeist Adenoide ursächlich. Im Erwachsenenalter muss, wenn ein Paukenerguss über längere Zeit nicht zurückgeht, auch an Tumore im Nasenrachenraum gedacht werden. Auch kann ein Paukenerguss Folge einer vorausgegangenen akuten Mittelohrentzündung sein. Hauptsymptom ist in jedem Fall eine mehr oder weniger deutliche Hörminderung. Auch das Auftreten eines Ohrgeräusches ist möglich. Siehe auch Adenotomie, Paracentese, Paukendrainage

Wenn sich eine akute Otitis media nach wenigen Tagen des Zuwartens ( unter Verwendung von abschwellenden Nasentropfen um die Verbindung des Mittelohres zum Nasenrachenraum freizubekommen ) nicht deutlich bessert, oder wenn sich die Symptomatik sogar noch verschlechtert, muss konsequent über 7 Tage mit Antibiotika und abschwellenden Nasentropfen behandelt werden. Gefürchtete Komplikationen wie die Entzündung des Felsenbeines ( Mastoid ), eine Hirnhautentzündung, Innenohrschwerhörigkeit mit Schwindel oder eine Gesichtsnervenlähmung sind dadurch vermeidbar.

Beide Formen der chronischen Otitis media werden chirurgisch therapiert. Vor allem bei der chronisch epitympanalen Form (Cholesteatom, Perlgeschwulst) sind die Komplikationen, wie sie oben genannt wurden, gefürchtet. Der Verlauf ist schleichend. Erstes Symptom ist häufig ein übelriechender Ausfluss aus dem Ohr.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website um diese laufend für Sie zu verbessern. Mehr erfahren